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Führung und Gesundheit - mehr Lebensqualität für alle

Ein kleiner Ausschnitt der aktuellsten Krankheitszahlen:
Bis 2015 wird sich das Durchschnittsalter der Arbeitnehmer um 10 Jahre erhöhen, d.h. jeder dritte Mitarbeiter(in) wir 50 Jahre und älter sein. Die Belastungen auf Körper, Geist und Seele nehmen stetig zu. Aktuellste Studien (WIdO derAOK vom 13.03.2019) ergaben, dass psychische Erkrankungen die Fehltage in 2018 um 2.7% weiter ansteigen liessen. Mit 26,3 Tagen je Krankheitsfall dauerten psychische Erkrankungen doppelt so lange wie der Durchschnitt mit 11,8 Tagen. Es wird prognostiziert, dass die Arbeitsunfähigkeitstage auf Grund der demographischen Entwicklung um bis zu 40% steigen können.

Was hat dies nun mit Führung zu tun?
Zunächst einmal mit der Führungskraft selbst. „Chefs“ stehen in einer sich ständig wandelnden Arbeitswelt mit zunehmendem Informationsfluss, sich stetig verdichtenden Arbeitsprozessen, zunehmender Digitalisierung, Fachkräftemangel und demographischen Wandel, die Liste dieser eindeutigen Mangelzustände der heutigen Arbeitswelt kann beliebig verlängert werden.

Die Führungskraft soll zudem Vorbild für Mitarbeiter sein, wird aber bestimmt durch Regularien und Vorgaben, knappe Ressourcen, Zeitdruck, Strategiepläne, Meetingmarathons und vieles mehr. Da die „Chefs“ eine zentrale Rolle einnehmen und ein äusserst kritischer Erfolgsfaktor und Multiplikator eines Unternehmens sind, gilt es zunächst sich dieser Zentralfigur zu widmen:
der Führungskraft im Spannungsfeld
Wie führt sie sich selbst? Wie achtsam ist sie mit sich selbst? Welches Arbeitsumfeld und -atmosphäre generiert er/sie? Der „Chef“ dient als Vorbild, auch beim Umgang mit den eigenen Belastungen und Ressourcen. Erschöpfte und kranke Führungskräfte bedeuten für die Führungskraft selbst ein hohes Risiko und das Unternehmen einen kritischen Erfolgsfaktor.

Was ist gesunde Führung?
Den größten Einfluss auf das Wohlbefinden und die Gesundheit aller hat das Betriebsklima.
Es gilt, das zwischenmenschliche Wohlbefinden aller Mitarbeiter - einschliesslich der Führungskraft, herzustellen. Wie groß ist der Einfluss und die Gestaltungsmöglichkeit der Führungskraft auf den eigenen Verantwortungsbereich? Das Augenmerk darf nicht nur auf die physischen Belastungen gerichtet sein, sondern muss insgesamt auf drei Bereiche ausgerichtet sein: physisch, psychisch und sozial. Denn oft haben Krankheiten dort ihren Ursprung.
Die Arbeitswissenschaftler Juhani Ilmarinen und Jürgen Tempel stellten in ihrer 2010 durchgeführten Studie zur Arbeitsfähigkeit fest:
„Wer bei der Arbeit keine Wertschätzung erfährt hat ein 2,4-fach erhöhtes Risiko seine Arbeitskraft teilweise oder ganz zu verlieren.“

Es besteht eine enorm unterschätzte Wechselwirkung zwischen der Wertschätzung des Mitarbeiters durch die Führungskraft und der Arbeitskraft des Mitarbeiters selbst.
Gesunde Beziehungen zwischen „Chef“ und Mitarbeiter wird gefördert durch Respekt, Wertschätzung, Gerechtigkeit und Vertrauen. Zudem müssen die Rahmenbedingungen der Arbeit den Mitarbeitern Transparenz, Machbarkeit und Sinnhaftigkeit vermitteln sowie ihnen Entscheidungsfreiräume und Gestaltungsmöglichkeiten zugestehen (Ducki, 2012)


Es liegt an jedem Einzelnen, sich täglich bewusst zu machen, welchen Einfluss er mit seiner Art des Arbeitens auf das Umfeld hat. Seinen Mitarbeitern und Kollegen zu zeigen und wertzuschätzen, welch wertvollen Beitrag sie zur Produktivität, der Weiterentwicklung und das Weiterbestehen des Unternehmens leisten, wirkt sinnstiftend. Eine stetige authentische Wertschätzung des „Chefs“ leistet einen wertvollen Beitrag zur Steigerung der Zufriedenheit der Mitarbeiter, fördert die Kommunikation und somit Teamarbeit und trägt zur Leistungsbereitschaft bei.

Eine gesunde Führung besteht aus fünf Dimensionen, sowohl für sich selbst als auch für die Mitarbeiter:
-Selbsterkenntnis
-Selbstmanagement
-Soziales Bewusstsein
-Beziehungspflege
-verantwortungsvolle Entscheidungen treffen

Zahlreiche wissenschaftliche Publikationen konnten zeigen, dass Führungskräfte einen großen Einfluss auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter haben, und belegen den Einfluss „gesunder Führung“ auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Belegschaft (u.a. Gerardi et al., 2014).


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